
Im Druckbereich bedeutet ein Lampenversagen um 3:00 Uhr morgens nicht einfach nur Stillstand. Es bedeutet, dass der Lampenkörper in den Müll wandert, das Tintenmaterial im Abfluss landet – und dass man eine Notfallreparatur in Anspruch nehmen muss, für die man keine Mittel eingeplant hat.
Deshalb unterziehen wir jede Ultraviolett-Hochdruck-Quecksilberlampe vor dem Verlassen der Fabrik einer zwei Stunden dauernden Belastungsprüfung bei voller Leistung. Das ist keine Formalität – es handelt sich dabei um eine wichtige Qualitätskontrolle, die frühzeitige Defekte verhindert, die Elektroden optimal vorbereitet und sicherstellt, dass die spektrale Ausstrahlung stabil bleibt – insbesondere am 365-nm-Peak, der für die Aktivierung des Photoinitiators notwendig ist.
Was wirklich wichtig ist
Diese Hochdruck-Quecksilberdampflampen sind für industrielle UV-Härtungsprozesse konzipiert. Ihre Leistung bleibt über kurzwellige und mittellange Wellenlängen hinweg konstant. Die maximale Strahlungsintensität wird so eingestellt, dass die erforderliche Dosis pro Quadratzentimeter erreicht wird – und zwar über die gesamte Fläche des Substrats, nicht nur entlang der Mittellinie der Lampe.
Wir passen die Chemie des Glührohrs sowie die Quarzkapsel den Anforderungen schneller Start-/Stop-Prozesse an. Der Reflektor sowie die Dichroitbeschichtung sind so ausgelegt, dass möglichst viel Energie auf das Substrat geleitet wird – und dass unnötige Wärme vermieden wird. Die Leistung jeder Lampe wird anhand eines bekannten Spektrums gemessen, damit man von Lampe zu Lampe eine gleichbleibende Qualität erwarten kann.
Warum das für Ihre Druckmaschine wichtig ist
Bei UV-Offset-, Flexodruck- und Siebdruckverfahren entscheidet die Konstanz der Härtung darüber, ob das Endprodukt qualitativ hochwertig ist oder nicht. Eine Lampe, die die Belastungsprüfung erfolgreich besteht, funktioniert zuverlässig – mit weniger Fehlern und längeren Betriebszeiten.
Die zweistündige Belastungsprüfung hilft außerdem dabei, frühe Störungen zu vermeiden. Dadurch funktioniert die Lampe in der Produktion genauso, wie sie es soll – ohne „Überraschungen“ bereits nach der ersten Woche.
Praktische Aspekte
Hochdruck-Quecksilberlampen haben spezielle Anforderungen bezüglich des Balasts, der Anzündspannung sowie der Betriebstemperatur. Installieren Sie sie nur mit der vorgeschriebenen Stromversorgung und dem entsprechenden Reflektor. Stellen Sie außerdem sicher, dass der Schließmechanismus der Druckmaschine sowie die Luftzirkulation innerhalb der thermischen Grenzen der Lampe liegen.
Die Leistung der Lampe nimmt im Laufe der Zeit ab. Überprüfen Sie daher regelmäßig die Intensität der Ausstrahlung mit einem Spektralradiometer. Planen Sie den Austausch der Lampen entsprechend der tatsächlich abgegebenen Dosis – und nicht danach, wie lange die Lampe bereits im Einsatz ist.