
Im Druckbereich gibt es eine maßgeschneiderte UVC-Desinfektionslampe – doch wenn diese nicht mehr richtig funktioniert, leuchtet kein Warnlicht auf. Man spürt das an der ungleichmäßigen Desinfektion, an den verschwendeten Materialien sowie an den Stillstandzeiten, die gerade dann auftreten, wenn man sie am wenigsten gebrauchen kann. In Anlagen zur UV-Härtung und industriellen Druckverfahren muss die Energieabgabe bei 254 nm innerhalb eines bestimmten Bereichs liegen – andernfalls wird die Keimtötung nicht gewährleistet und der Prozess gerät ins Wanken. Wenn man keine zuverlässige Methode hat, um die Intensität zu messen, arbeitet man im Unklaren.
Was technisch wichtig ist: Eine UVC-Desinfektionslampe ist für eine bestimmte spektrale Ausstrahlung bei 254 nm ausgelegt. Die maximale Strahlungsintensität sowie die abgegebene Energiedichte werden in mJ/cm² angegeben. Im Laufe der Zeit nimmt die Leistung ab – durch Abnutzung der Elektroden, Verschleiß des Quarzkorbs sowie sinkende Effizienz des Reflektors. Der einzige Weg, herauszufinden, ob die Lampe immer noch ihren Spezifikationen entspricht, ist, sie mit einem UV-Energieteststreifen zu messen. Dieser liefert einen „Bestanden/Geplatzt“-Befund bei definierten Belastungswerten. Diese Methode zeigt direkt an, welche Leistung die Lampe tatsächlich auf der Zieloberfläche erbringt – und nicht nur, was in der Datenblattangabe steht.
Warum dieser Ansatz für den UV-Druck geeignet ist: Beim UV-Druck – sei es Offset-, Sieb- oder Flexodruck – ermöglichen regelmäßige Intensitätsmessungen mit einfachen Teststreifen eine geplante Wartung. So kann man einen Rückgang der Leistung frühzeitig erkennen, bevor es zu Problemen wie schlechter Haftung des Drucks oder fehlgeschlagener Desinfektion kommt. Dadurch wird weniger Material verschwendet und Reparaturarbeit reduziert. Das Ergebnis ist weniger Notfallwechsel der Lampen, stabile Arbeitszyklen sowie weniger Energieverschwendung durch den Betrieb einer Lampe über ihre nutzbare Lebensdauer hinaus.
Was man unbedingt beachten sollte: UV-Energieteststreifen sind nur so gut wie die Messvorrichtung selbst. Stellen Sie sicher, dass die Messposition korrekt ist, die Entfernung zur Lampe konstant bleibt und die Expositionszeit von Woche zu Woche gleich bleibt. Achten Sie auch auf die Ausrichtung des Reflektors – eine falsche Ausrichtung kann die abgegebene Energiemenge stark verringern, selbst wenn die Lampe noch funktioniert. Schließlich sollten Lampe und Halterung wirklich kompatibel sein – uneinheitliche Basen, Spannungen oder Bogenlängen können die Messwerte verfälschen und die Garantie ungültig machen.