
Wie man die UV-Härtung bei der Textildrucktechnik effektiv nutzen kann
Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie es möglich ist, Tinte auf Stoffe aufzutragen, ohne dabei riesige, heiße Öfen verwenden zu müssen? Dafür nutzen wir die UV-Härtung. Im Grunde genommen strahlen wir die Tinte mit kurzwelligem Ultraviolettlicht an – dadurch wird eine schnelle chemische Reaktion ausgelöst. Dadurch verwandelt sich die flüssige Tinte fast sofort in einen festen, langlebigen Film. Es geht also sehr schnell.
Die richtigen Einstellungen finden
Je nach Anordnung der Geräte verwenden wir meist Quecksilberdampflampen oder LED-Lampen. Die ideale Wellenlänge liegt meist zwischen 365 nm und 405 nm. Warum? Weil diese Wellenlänge tief in die Tinte eindringt, ohne den Stoff zu beschädigen.
Aber hier kommt das Problem: Es handelt sich dabei um ein Gleichgewichtsproblem. Wenn man die Intensität des Lichts zu hoch einstellt oder den Stoff zu langsam über den Förderband lässt, entstehen Probleme – der Stoff schrumpft oder es entstehen seltsame gelbe Flecken. Man muss also das perfekte Gleichgewicht zwischen Leistung und Geschwindigkeit finden, damit die Tinte richtig härten kann.
Die technischen Aspekte
Wir bauen unsere Lampen aus hochreinem geschmolzenem Quarz. Das liegt daran, dass Quarz das UV-Licht ungehindert durchlässt, ohne Energie zu verlieren.
Das Problem ist jedoch, dass diese Lampen sehr heiß werden. Um zu verhindern, dass die Lampen zerbrechen, verwenden wir Kühlfans oder wassergekühlte Kühlungen. Wenn man auf die Kühlung verzichtet, brennt die Lampe viel zu früh aus – oder schlimmer noch: Der Quarz springt wegen der Hitze auf.
Qualitätskontrolle und Reinigung
Bei der UV-Härtung gibt es zwei wichtige Funktionen: Erstens hält das UV-Licht die Pigmente an ihrem Platz. Dadurch bleibt das Muster auch nach dem Waschen erhalten. Zweitens nutzen wir UV-C-Strahlen, um den Stoff vor dem Auftragen der Tinte von organischem Schmutz zu befreien. Dadurch haftet die Tinte besser an der Oberfläche. Das Ergebnis sind klarere Bilder und eine länganhaltende Optik.
Achtung: UV-C-Licht kann bei bestimmten synthetischen Fasern schädlich sein, wenn sie zu lange dem Licht ausgesetzt sind. Wir achten daher sehr genau auf die Expositionszeit, damit das Material nicht beschädigt wird.